Die Österreichische Gesellschaft für Sprachendidaktik (ÖGSD) fördert und vernetzt Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen auf nationaler und internationaler Ebene, um die Erforschung sprachendidaktischer Fragestellungen und den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu stärken. Wir freuen uns, zur ÖGSD-Jahrestagung vom 23.-25. September 2026 an der Universität Innsbruck einzuladen.
Mit Interaktion, Inklusion und Innovation im Sprachunterricht fokussiert die Tagung der ÖGSD drei Themenfelder, die zentral für ein nachhaltiges Sprachenlernen und -lehren sind. Die Schwerpunkte umfassen dabei u.a. folgende Aspekte:
Interaktion
- Entwicklung von Interaktionskompetenz
- Interaktion im Unterricht fördern
- Interaktion testen und bewerten
- Interaktion in Aufgaben (Task-Based Language Teaching)
- Interaktion Mensch-Maschine
- Interaktion in mehrsprachigen und mehrkulturellen Kontexten
Inklusion
- Entwicklung von inklusiven Sprachlernumgebungen
- Sprachlernende mit spezifischen Lernunterschieden und Förderbedarfen
- Differenzierung und Individualisierung
- Inklusives Testen
- Integration der sprachlichen Fertigkeiten
Innovation
- Innovation durch Künstliche Intelligenz
- Innovation durch methodische Ansätze im Sprachunterricht
- Innovation in der Lehrer:innenbildung
- Innovation durch Forschungsdesigns
- Innovation durch Evidenzbasierung
Themenspezifische und themenübergreifende Leitfragen:
- Interaktion: Wie kann Interaktion in ihren unterschiedlichen Formen – mündlich, schriftlich, online, zwischen Mensch und Maschine sowie in sprachlich und kulturell diversen Kontexten – gefördert, bewertet und erforscht werden?
- Inklusion: Wie können Sprachlernende mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Biographien durch innovative Ansätze im Unterricht und in Prüfungssituationen gefördert werden?
- Innovation: Wie können innovative Ansätze – von adaptiven Feedbacksystemen über evidenzbasierte Methoden und Design-Based Research-Projekten – die Sprachvermittlung und -forschung nachhaltig und zukunftsfähig transformieren und bereichern?
Die ÖGSD-Tagung 2026 soll auch dazu motivieren, Beiträge von Kolleg:innen aus der Psycho- und Neurolinguistik und der Sprachendidaktik zusammenzubringen und stärker zu vernetzen. Eine interdisziplinäre Perspektive auf sprachliche Prozesse ist nicht neu: Insbesondere die Sprachlehr- und -lernforschung betrachtet die Psycholinguistik als eine wesentliche Bezugsdisziplin. Ziel ist es, ein Forum für einen Austausch zwischen Psycholinguist:innen und Sprachendidaktiker:innen zu schaffen und so auch den Spracherwerb wieder stärker ins Zentrum der Sprachendidaktik zu rücken.
Tagungsformate
Um sowohl fachliche Expertise zu teilen als auch in kreative, partizipative und offene Dialoge eintreten zu können, die den Austausch zwischen Theorie und Praxis nachhaltig fördern, bietet die Tagung folgende Formate.
– Keynotes schaffen einen fundierten Überblick und liefern Denkanstöße zu den Themenbereichen Interaktion, Inklusion und Innovation. Für die Keynotes konnten folgende Expertinnen gewonnen werden:
Barbara Hinger: Innovation(en) im (Fremd-)Sprachunterricht: Wer trägt sie (ins System) und wer verträgt sie?
Kristin Kersten: Sprachsensibler Unterricht: Faktoren, Strategien, Wirksamkeitsstudien
Judit Kormos: Fairness and inclusion in assessing the language skills of neurodiverse students
– Laufende oder abgeschlossene Projekte und Studien können – je nach Fortschritt – als Poster aufbereitet oder als Vortrag (20 Minuten + 10 Minuten Diskussion) vorgestellt werden, wobei sowohl konzeptuelle als auch empirische Beiträge willkommen sind.
– Darüber hinaus werden praxisorientierte Themen in Workshops vertieft (45 oder 90 Minuten), die interaktiv angelegt sind und neben fachlichem Input auch Materialien und Handreichungen für den Unterricht bieten.