23–25 Sept 2026
Innsbruck
Europe/Vienna timezone

Topics

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Entlang der nachfolgenden thematischen Tracks ist die Tagung inhaltlich struktuiert. Bei Einreichung eines Beitrags kann dieser einem bis maximal drei Themen zugeordnet werden:
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  • (Onto-)Epistemologien von Worlding

    OnEpWo

    Wie erleben wir die Welt, ausgehend davon, dass Macht- und Gewaltstrukturen unsere Wahrnehmung und Vorstellungskraft beeinflussen? Wie formen koloniale, cis-hetero-normative, kapitalistische, androzentrische und ableistische Epistemologien unsere Art, die Welt zu denken und herzustellen? Wie verändert sich der Blick auf die Welt, wenn er von Sorge, Solidarität und Widerstand ausgeht, und wie blickt eine derart verstandene Welt auf uns zurück? Welche Erkenntnisse lassen sich in Verbindungen und Brüchen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen lokalen, regionalen und globalen Ebenen, zwischen Menschen und Nicht-Menschen gewinnen? Welche Wissensarchive, Werkzeuge und Theorien bieten feministische, queere, trans, inter, postkoloniale, dekoloniale und crip Ansätze, um Worlding zu begreifen, aber auch um alternative Worldings zu entwickeln? Inwieweit tragen die Gender, Queer, Trans und Inter Studies emanzipatorisches Potenzial in sich und wie beteiligen sie sich zugleich auch an Ausschlüssen, die durch normative Worldings zustande kommen?

  • Sorge, Ökonomie, Körper

    SoÖkKö

    Wie ist Worlding mit Körperverhältnissen, Sorgeregimen und Formen von Ausbeutung in Vergangenheit und Gegenwart verknüpft? Welche zerstörerischen Kräfte entfaltet ein androzentrischer, cis-heteronormativer, rassifizierter Kapitalismus auf Körper und Welten – und welche neuen Körper und Welten bringt er hervor? Welche alternativen Formen von Sorge und Ökonomie eröffneten und eröffnen alternative Möglichkeiten des Worlding in Geschichte und Gegenwart? Wie verschränken sich Klassenzugehörigkeit und soziale Prekarität mit anderen Formen von (Un-)Gleichheit?

  • Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität

    GeWoLe

    Welche Auswirkungen haben gewaltförmige Formen von Worlding auf Gesundheit, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsforschung und Lebensqualität – machen sie diese vielleicht sogar unmöglich? Wie greifen gegenwärtige Formen von Autoritarismus und Faschisierung reproduktive Rechte an und welchen Einfluss haben sie auf Gesundheitspolitiken? Auf welche Weise denken queere, trans, inter, feministische, crip, post-, anti- und dekoloniale Utopien das Konzept von Wohlbefinden neu, auch jenseits binärer Kategorien? Wie verbinden sich die aus feministischer, trans, inter, queerer, crip und anti-rassistischer Perspektive gestellten Fragen zu Gesundheit mit ökologischen Perspektiven? Wie prägen unterschiedliche Dimensionen von Diversität Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität?

  • Narrative, Darstellungen, Erinnerungen

    NaDaEr

    Welche Sprache, Visionen, literarische Formen, künstlerische Performances und Übersetzungen eignen sich zur Reflexion dystopischer und utopischer Weltentwürfe? Wessen Stimmen werden beim Entwerfen alternativer Zukunftsentwürfe gehört, wessen Gesichter gesehen und wessen Körper gespürt? Wie formen Erinnerungen an die Vergangenheit die Narrative und Begehren nach möglichen Zukunftsentwürfen – und wessen Vergangenheit zählt? Wie prägen Begegnungen zwischen den Generationen sowohl Bündnisse als auch Zukunftsentwürfe?

  • Institutionen, Räume, Temporalitäten

    InRäTe

    Wie hängt Worlding mit Institutionen, Räumen und Zeitlichkeiten zusammen? Auf welche Weise sind Institutionen wie der Nationalstaat, die Familie oder die Universität an gewaltförmigen Weltbildungen beteiligt – und wie kann dies hinterfragt werden? Wie verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz institutionelle Strukturen, Räume und Zeitverständnisse? Inwieweit werden Prozesses des Worldings durch Konflikte um Ressourcen, Zeit und Rechte verborgen oder gerade erst durch diese aufgedeckt? Wie wirken Religionen – sowohl als institutionelle Akteure als auch im Sinne spiritueller Weltsichten – an (un-)gerechten Formen von Worlding mit?

  • Militarisierung, Grenzen, Zugehörigkeit

    MiGreZu

    Auf welche Weise erzeugten und erzeugen rassistische und nationalistische Spaltungen gewaltförmige Formen von Worlding? Wie sind alltägliche Grenzpraktiken mit Krieg und Militarisierung verbunden? Wie formt eine durch Nekropolitiken gekennzeichnete Welt Affekte, Körper und Begehren? Wie prägt die androzentrische Kolonialität der Gewalt das Erleben und Vorstellen von Welt? Welche Formen von Worlding entfalten sich inmitten und trotz gewaltvoller Grenzregime? Wie wirken rechtliche Rahmenbedingungen an der Herstellung und Verhinderung von Zugehörigkeit mit? Auf welche Weise haben queere, trans, inter, feministische, crip, post-, anti- und dekoloniale Widerstandsformen, Solidaritäten und Visionen gewaltvolle Formen von Worlding, die auf der Logik von Grenzziehung und Zerstörung beruhen, bisher herausgefordert? Wie könnten nicht-gewaltvolle, utopische Formen von Zugehörigkeit aussehen?

  • Archive, Wissen, Ver_Lernen

    ArWiVe

    Wie haben historische Entwicklungen Formen von Worlding in Vergangenheit und Gegenwart geprägt? Wie kann eine Global- und Sozialgeschichte neue Analysehorizonte eröffnen, um die gegenwärtigen Transformationen gesellschaftlicher Verhältnisse zu verstehen? Wie können kritische Perspektiven auf historische Archive emanzipatorische Zukunftsentwürfe anregen? Welche lokalen und globalen Formen von Worlding werden in Bildungsprozessen hervorgebracht? Wie prägen Bildungseinrichtungen unsere Vorstellungen von Zukunft? Wie nutzen gewaltvolle Bündnisse Bildungsinstitutionen, um ihre autoritären Agenden zu normalisieren? Welche Formen des Lernens und Verlernens können zu lebenswerten Zukunftsentwürfe beitragen?

  • Nicht-menschliche Welten

    NiMeWe

    Wie wirken Technologien und andere Artefakte an der De-/Konstruktion von Welten mit? Wie sind ökologische Krisen und Kämpfe um Gerechtigkeit miteinander verflochten? Welche Möglichkeiten eröffnen sich angesichts der fortschreitenden Klimakrise und ihrer politischen Instrumentalisierung, für queere, feministische, trans, inter, post-, anti- und dekoloniale Bündnisse? Wie bilden generative künstliche Intelligenz und andere Technologien gesellschaftliche Strukturen algorithmisch ab – oder fordern sie heraus?